Besuch im „Tal der Tränen“, der Asphaltmine und des Creux du Van

 

Ausflug des Handwerks- und Gewerbevereins Stockhorn

 

So hat ein Autor in einem Zeitungsartikel das Val de Travers betitelt. Er nahm Bezug auf die grosse Krise in der Uhren-industrie im Tal und den Schock über die daraus folgende Arbeitslosigkeit. Heute herrscht wieder eine Arbeits-beschäftigung von 5'500 Arbeitsplätzen auf die 12'000 Einwohner der Talschaft! Das ist einmalig und berührend.

 

Während wir durch das grüne ländlich geprägte Tal und die verschlafen wirkenden Dörfer fahren, lässt nichts darauf schliessen. Die Uhrenbrache aber hat sich erholt und sich neu im Hochpreis- und Luxus-segment positioniert und das Tal bekam einen neuen Namen:„Watch-Valley“. Weitere Industrieunternehmen zogen ins Tal und auch touristisch hat das Val de Travers einiges zu bieten:

zuallererst den Creux du Van, aber auch die Areuseschlucht, die Asphaltmine von La Presta, das Haus des Absinth, das Klostergebäude von Môtier und vieles mehr. Wir besuchen auf unserem Tagesausflug die Asphaltmine und den Creux du Van. Der Nebel begleitet uns an diesem Tag bis insTal hinein und dämpft die goldenen Farben des Herbstes. Beim Besuch der Asphaltminen stört er uns nicht mehr. Nach einer Kaffeerunde steigen wir im Schein der Taschenlampen für mehr als eine Stunde in die absolute Dunkelheit des Stollen und lassen uns von unserer Führerin mit ihrem charmanten Akzent viel Wissenswertes über den natürlichen Asphalt erklären. Der Abbau der Asphaltschicht wurde erst im Jahr 1986 eingestellt.

 Als wir den Stollen verlassen, begrüsst uns strahlender Sonnenschein. Unser Chauffeur Sepp von Gafner Car fährt uns gekonnt über die schmale Strasse bis wenige hundert Meter an den Grand Canyonder Schweiz zum Restaurant Soliat. Hier erwartet uns ein schmackhaftes Fondue dazu ein Tropfen Wein.

Beim anschliessenden Erwandern des bekannten Felsabbruches bestaunen wir Dank hervorragender Sicht die ganze Alpenkette. Wieder gut im Tal angekommen, besuchen wir zum Abschluss eine Absinth Destillerie.

Die grüne Fee persönlich schenkt uns die Gläser voll mit „Gletscherwasser“. In gemütlicher Runde wird degustiert und über aktuelle Anliegen der Vereinsmitglieder diskutiert. Anscheinend hat es gemundet, fast jeder Reiseteilnehmer trägt eine Flasche Absinth nach Hause. Als wir das Seeland durchfahren, verabschiedet sich der Tag mit einem wunderschönen orangeroten Sonnenuntergang. Eine gute Stunde später erreichen wir Niederstocken.

Zufrieden über die super organisierte Reise und das gemütliche Zusammensein, beschliesst ein grosser Teil der Reiseteilnehmer den Tag bei einem Schlummertrunk im Restaurant Stockhorn ausklingen zu lassen.